Die Entstehung von „Das kalte Herz“

“Das kalte Herz” ist eines der bekanntesten Märchen von Wilhelm Hauff, einem der größten Schriftsteller der deutschen Romantik. Besonders seine Kunstmärchen erfreuen sich immer noch großer Popularität:
Neben dem “Kalten Herz” sind sicherlich “Der kleine Muck”, “Kalif Storch” und “Zwerg Nase” die bekanntesten Beispiele.
Hauff (29 November 1802 – 18 November 1827) lebte in Tübingen und Stuttgart, weswegen seine Stoffe oft einen direkten Bezug zu Baden-Württemberg haben.Früher Entwurf für “Das kalte Herz” (Rall, 2012)
Das im Schwarzwald des 19. Jahrhunderts spielende “Das kalte Herz” bleibt eines seiner zentralen Werke, nicht zuletzt, da es ein zeitlos aktuelles Thema verhandelt: Im Kern der Geschichte geht es um die destruktive Macht von Gier und wie sie einen Menschen verändern kann.

“Peter Munk ist ein armer Köhler, der sich nichts sehnlicher wünscht als Geld und Ansehen. Als er eines Tages auf einen Waldgeist trifft, der ihm drei Wünsche gewährt, glaubt Peter sich im Himmel. Doch seine Gier und sein fehlender Verstand lassen ihn die falschen Dinge tun und so begibt sich Peter eines Tages in ein Tauschgeschäft mit dem bösen Holländer-Michel, der ihm allen Reichtum dieser Welt anbietet. Doch dafür will er Peters Herz.”
(FBW-Pressetext, 2012)

Es geht also um eine Geistergeschichte im Schwarzwald, einen klassischen Stoff
der Fantastik, der aber durch seine Thematik eine fast unheimliche Aktualität
besitzt. Und wie man an der Geschichte seiner Umsetzung in andere Medien sehen kann, galt das zu jeder Zeit seit seiner Entstehung.
Der Stoff wurde bereits mehrfach verfilmt, allerdings stets als Realfilm-Version und abgesehen von der herausragenden Kino-Version der Defa (Regie; Paul Verhoeven, 1950) immer als Fernsehserie. (Versionen für das ZDF, Regie: Werner Reinhold,1978; Ausschnittsfassung für die ARD-Serie “Lemmi und die Schmöker, 1978). Zuletzt auch als Fernsehfilm für das ZDF (2014).

Eine Version als Animationsfilm bot nun die Möglichkeit dem Stoff eine neue Ausdrucksform zu geben, die durch Ueberhoehung und Stilisierung die zentralen
Aussagen und Stimmungen der Geschichte unterstreichen kann.

Weitere Infos und Videomaterial zum „Kalten Herz“ finden Sie unter Links & Videos.

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